Frauen Kunst Wissenschaft - Halbjahreszeitschrift
 
Aktuelles - Ankündigungen / Mitteilung (Archiv)
Das Zentrum für feministische Studien der Universität Bremen (ZFS)
veranstaltet vom 28. - 29. März 2003 die interdisziplinäre Tagung
"Leitbilder, Selbstbilder, Optionen - Konzeptionen soziokultureller
Repräsentationen".
Das Tagungsprogramm und weitere Informationen fnden Sie im Anhang. Wir würden uns freuen, wenn die Tagung Ihr Interesse findet und wenn Sie auf die Veranstaltung in Ihren Verteilern hinweisen würden. Flyer zur Ankündigung der Tagung sind ab Mitte Januar in der Geschäftsstelle des ZFS erhältlich. Wir senden Ihnen gerne welche zu!

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Interdisziplinäre Tagung des Zentrums für Feministische Studien der
Universität Bremen

LEITBILDER, SELBSTBILDER, OPTIONEN - KONZEPTIONEN SOZIOKULTURELLER REPRÄSENTATIONEN

28./29. März 2003, Universität Bremen, Gebäude SFG

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Wie funktionieren soziokulturelle Repräsentationen? Wie werden sie in
Bewegung gesetzt?

REPRÄSENTATION verweist auf den gesamten Komplex der Realitätskonstitution, der Anordnung soziokultureller Wirklichkeiten. In diesem Begriff verknüpfen sich Konzepte etwa der Stellvertretung mit solchen der visuellen oder textuellen Darstellung. Seine gesellschaftspolitische und erkenntnistheoretische Relevanz bildet den Ausgangspunkt dieser interdisziplinären und sich im Schnittfeld wissenschaftlicher und politischer Anliegen bewegenden Tagung.

Aus kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven sollen die
wirkmächtigen Potentiale von Repräsentation bezogen auf Konzeptionen von LEIT- UND SELBSTBILDERN diskutiert werden. Damit ist ein Spannungsfeld zwischen einer kollektiven, strukturellen Ebene und jener der Akteurinnen und Akteure markiert. Wie kommen gesellschaftliche Leitbilder, z.B. von Familie oder Nation, im Wechselspiel mit Selbstbildern und Identitätskonstruktionen zur Wirkung? Auf welche Weise werden diese Bilder tradiert und aktualisiert, in welche Machtverhältnisse sind sie eingespannt? Ebenso wie Prozesse ihrer Re/Produktion sind dabei auch die
Effekte soziokultureller Ideale von Interesse: In welchen Figuren
verkörpern sie sich? Welche Ausschlüsse oder Verletzungen ergeben sich, was wird in ihnen nicht repräsentiert?

Wenn sich Leit- und Selbstbilder nicht widerspruchsfrei und abschließend konstituieren, stellt sich zudem die Frage nach den OPTIONEN, die eine Erweiterung oder Umgestaltung traditioneller Repräsentations-ordnungen erwirken oder eine Reflexion des darin Nicht-Repräsentierten beinhalten können: An welchen Punkten kommt es zu einer Außerkraftsetzung der leitenden Bilder und welche Transformationsprozesse sind davon ausgehend
denkbar?


PROGRAMM

FREITAG, 28. März 2003

9:30 Anmeldung
10:00 Begrüßung
Dr. Konstanze Plett LL.M., Juristin, Rechtssoziologin
Sprecherin des ZFS, Universität Bremen
10:30 - 11:15 Eröffnungsvortrag
Leitbilder, Selbstbilder, Optionen - Konzeptionen soziokultureller Repräsentationen
Prof. Dr. Sigrid Schade, Kunstwissenschaftlerin, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich/Universität Bremen

BLOCK 1: "Doing Gender" - Die re/produzierende Funktion von Repräsentation

11:15 - 12:00 "Institutionelle Reflexivität: Alltagshandeln und
Alltagswissen in sozialkonstruktivistischer Perspektive"
Prof. Dr. Angelika Wetterer, Sozialwissenschaftlerin, Universität Dortmund
12:00 - 12:15 Pause
12:15 - 13:00 "Um den Bruchteil eines Buchstabens: Medialität und
Materialität"
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Medienwissenschaftlerin, Kunsthochschule für Medien, Köln
13:00 - 13:30 Diskussion der Vorträge

13:30 - 14:30 Mittagspause

NACHMITTAGSFORUM

14:30 - 16:30 Workshops (parallel)
Workshop 1: Zum Wirken von Vorbildern in kultureller Produktion
Dr. Insa Härtel, Psychologin, Kulturwissenschaftlerin: "Autorität als Kipp - und Krisenfigur"
Sigrid Adorf, Kunstwissenschaftlerin: "Video und Versuche der Selbstautorisierung von Künstlerinnen um 1970"

Workshop 2: Zur diskursiven Repräsentation von Geschlecht und Differenz
Michaela Kuhnhenne, Erziehungswissenschaftlerin: "Die Bildung des
'Wesens der Frau' - 'Weiblichkeit' im Bildungsdiskurs der Nachkriegszeit"
Dörte Weber, Psychologin: "Darstellungen und Erklärungen von
'Weiblichkeit' und 'Männlichkeit im wissenschaftlichen Diskurs über
Geschlecht und Pflege"

Workshop 3: Geschlechter-Repräsentationen und soziale Praxis
Dr. Rosa Jiménez Laux, Pädagogin, Soziologin: "Körper-Selbstbilder in
sozialen Lebenswelten von Grundschulkindern"
Astrid Vornmoor, Politikwissenschaftlerin: "Leitbilder versus
Selbstbilder? Ausführungen zu sozialen Praxen erwerbstätiger Mütter in
Deutschland"

16:30 - 16:45 Pause

16:45 - 17:45 Diskussion der Workshops
Moderatorin: Dr. Barbara Thiessen, ZFS, Universität Bremen
17:45 - 19:00 Pause

ABENDVORTRAG

19:00 - 20:30 "'Im Rahmen bleiben' und/oder 'die Fassung verlieren'?"
Prof. Dr. Hannelore Bublitz, Soziologin, Universität Paderborn



SAMSTAG, 29. März 2003

BLOCK 2: "Ideale" Konfigurationen - Konkretisierungen

9:30 - 10:45 "Tiefer Süden. Idealisierte Frauenkörper als Allegorien der
'racialisation'"
Prof. Dr. Sabine Broeck, Amerikanistin, Universität Bremen

PODIUM

11:00 - 13:00 "Gesellschaftliche Leitbilder in Bewegung?
Repräsentationspolitiken am Beispiel der Plakataktion 'Familie Deutschland'"
Prof. Dr. Marianne Friese, Erziehungswissenschaftlerin, Universität Lüneburg; Prof. Dr. Karin Gottschall, Soziologin, Universität Bremen; Prof. Dr. Irene Nierhaus, Kunstwissenschaftlerin,
Universität Bremen; Vertreterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (angefragt)
Moderation: Anneliese Niehoff, Arbeitsstelle Chancengleichheit, Universität Bremen

13:00 - 14:00 Mittagspause

14:00 - 14:45 "Grenzfiguren: Weiblichkeitsrepräsentationen zwischen Nation und Globalisierung"
Prof. Dr. Silke Wenk, Kunstwissenschaftlerin, Universität Oldenburg
14:45 - 15.30 "Leitbilder, Interessen, Akteure. Zum theoretischen Rahmen für den internationalen Vergleich von Familienstrukturen"
Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger, Sozialwissenschaftlerin, Universität Jena
15:30 - 16:00 Diskussion der Vorträge

16:00 - 16:15 Pause

16:15 - 17:00 Abschlussdiskussion


Tagungskonzeption:
Sigrid Adorf, Dr. Insa Härtel, Kathrin Heinz, Michaela Kuhnhenne, Astrid Vornmoor

Teilnahmebeitrag: 20,- Euro
10,- Euro für Studierende/Nichtverdienende

ANMELDUNG bitte bis zum 1. März 2003 an das
Zentrum für feministische Studien
Postfach 33 04 40
28334 Bremen

Telefon 0421/218-9375
Fax 0421/218-2522
e-mail zfs@uni-bremen.de


Dr.Insa Härtel
Universität Bremen
Wissenschaftliche Assistentin

Zentrum für feministische Studien
und Fachbereich 9 Kulturwissenschaften

GW 2 - B 2210
Postfach 330 440
D - 28334 Bremen
phone: +49 (0)421-218-9377
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