Einführung einer Reihe von Stablecoins löst Bedenken aus

Das Libra-Konsortium hat das Weißbuch aktualisiert und Änderungen an der ursprünglichen Prämisse vorgenommen, die unter anderem die Einführung einer Reihe von Stablecoins, die gegenüber dem ursprünglichen Modell an verschiedene Fiat-Währungen gebunden sind, als Reaktion auf die von den Aufsichtsbehörden geäußerten Bedenken beinhalten.

Regulatorischer Druck führt zu Änderungen am ursprünglichen Weißbuch der Libra

In einem Tweet Thread von Bitcoin Trader Calibra-Chef David Marcus am Donnerstag (16. April 2020) wurden vier wichtige Änderungen im Vergleich zum vorherigen Libra-Whitepaper erläutert.

Das Update beinhaltet die Unterstützung von mehreren Libra-Stablecoins, die durch souveräne Währungen wie LibraUSD, LibraEuro oder LibraGBP unterstützt werden, die weiterhin zugelassen bleiben, einen besseren Rahmen für die Einhaltung der Bestimmungen schaffen und robustere Schutzmechanismen in die Stablecoin-Reserve zum Schutz der Nutzer einführen.

In dem aktualisierten Whitepaper räumte die Vereinigung ein, dass Regierungs- und Aufsichtsbehörden Bedenken äußerten, dass das Libra-Projekt das globale Finanzsystem stören könnte. Ein Auszug aus dem Dokument lautet:

Während unsere Vision immer darin bestand, dass das Waage-Netzwerk Fiat-Währungen ergänzt und nicht mit ihnen konkurriert, war ein zentrales Anliegen, das von allen geteilt wurde, die potenzielle Beeinträchtigung der geldpolitischen Souveränität und der Geldpolitik durch die Mehrwährungs-Libra-Münze (≋LBR), wenn das Netzwerk ein bedeutendes Ausmaß erreicht und ein großes Volumen an Inlandszahlungen in ≋LBR getätigt wird. Wir erweitern daher das Waage-Netzwerk, indem wir zusätzlich zu ≋LBR auch Stable-Currency-Münzen in einer einzigen Währung aufnehmen.

Der Calibra-Chef sprach bereits im Oktober 2019 über die Bereitschaft, den ursprünglichen Prototyp der Waage zu ändern, falls Regierungen und Aufsichtsbehörden mit dem zentralen Einführungsmodell unzufrieden sein sollten.

Wie BTCManager kürzlich berichtete, bemühten sich Facebook und das Libra-Konsortium um eine Verbesserung des Libra-Projekts, das Unterstützung für andere virtuelle Währungen und CBDCs vorsieht.

Außerdem wird die LBR-Münze ein wirksames Instrument für grenzüberschreitende Zahlungen und auch eine „neutrale Option mit geringer Volatilität“ für Benutzer in Gerichtsbarkeiten sein, die derzeit keine stabile Münze mit einer einheitlichen Währung im Netzwerk haben.

Darüber hinaus gab die Waage-Vereinigung künftige Pläne zur Schaffung eines Waage-Netzwerks auf, da das Konsortium aufgrund regulatorischer Bedenken, zu denen auch unbekannte Teilnehmer gehörten, die „Schlüsselbestimmungen für die Einhaltung der Vorschriften“ beseitigten, beschloss, weiterhin zugelassen zu bleiben, wobei es jedoch die Schlüsselqualitäten eines zulassungslosen Netzwerks einbezog.

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Libra bemüht sich, in die guten Bücher der Regulierer zu gelangen

Kürzlich nahm die schweizerische Finanzaufsichtsbehörde einen Antrag der in Genf ansässigen Waage-Vereinigung auf eine Zahlungssystemlizenz an. Das Facebook-Konsortium hatte sich im September 2019 zunächst bei der Schweizer Aufsichtsbehörde um die Lizenz beworben, woraufhin die FINMA erklärte, dass die geplanten Dienstleistungen von Libra für die Zahlungssystemlizenz breit gefächert seien.

Die Vereinigung plant zudem, sich beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) in den als Gelddienstleistungsunternehmen (MSB) registrieren zu lassen.

Seit der Veröffentlichung des Whitepapers im Juni 2019 war es für Facebook und die Waage-Vereinigung kein leichter Weg. Das Waage-Projekt ist unter starke regulatorische Gegenreaktionen geraten, die der Vereinigung einige wertvolle Mitglieder beschert haben, wobei Facebook vorhin erklärt hat, dass das Stablecoin-Projekt möglicherweise nicht das Tageslicht sehen wird.

Im Februar 2020 erhielt das Konsortium jedoch zwei neue Mitglieder, Shopify und Tagomi, wodurch sich die Gesamtzahl der Mitglieder auf 22 erhöht.

Während David Marcus und andere Mitglieder der Vereinigung weiterhin optimistisch bleiben, warten Beobachter und Interessenvertreter ab, ob die Regulierungsbehörden und Regierungen weltweit endlich das aktualisierte Libra-Whitepaper akzeptieren.

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