Frauen Kunst Wissenschaft - Halbjahreszeitschrift
 
Heft 27
in memoriam
Beiträge zur Kulturpolitik und Gedächtniskultur
 

Redaktion

Beiträge

Irene Below: "Um Schaden von unserer Stadt und allen Beteiligten abzuwenden" - Die symbolische Ordnung der Geschlechter im Streit um die Bielefelder Kunsthalle

Silke Wenk: Geschlechterdifferenz und visuelle Repräsentationen des Politischen

Buchrezension

Urte Helduser: Joan Smith: Femmes Totales. Wie Bilder von Frauen entstehen, Berlin 1998

Ausstellungsrezensionen

Sigrid Adorf: "S.M.A. [Muttermilchersatz] und Papierhandtücher" ... Zur Ausstellung Mary Kelley: Post-Partum Document, Generali Foundation Wien 1998

Irene Müller: Hand und Fuß?!? - Einige Gedanken über Marken, Mode und Kunst anläßlich der Ausstellung Silvie Fleury: Hot Heels, "migros museum", Museum für Gegenwartskunst, Zürich 1998/99 und Esslingen 1999

Gerlinde Volland: Schwert in Frauenhand, Solinger Klingenmuseum 1998/99

Eliana De Simone: Lygia Clark - Eine Retrospektive, Palais des Beaux Arts, Brüssel 1998

Tagungsbericht

Susanne Tauss: Der Frieden. Rekonstruktion einer europäischen Vision. Internationaler Kongreß zum 350jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedensschlusses 1648-1998, Universität Osnabrück, Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, 25.-31.10.1998

Infoteil ( )

Edition Nr. 15: Meike Schmidt-Gleim: Rosa L., 1999, VHS-Video

(Einführung: Marko Lulic)

Zum Inhalt:

Die beiden längeren Schwerpunkttexte des Heftes verstehen sich als Beiträge zur Diskussion über die Funktion von Weiblichkeitsrepräsentationen im Rahmen politischer und ästhetischer Strategien zur (Re-)Konstruktion von Geschichte.
Irene Below stellt anhand der Kontroverse um die Namensgebung der Bielefelder Kunsthalle beispielhaft dar, wie über das Medium Versöhnung stiftender Weiblichkeit versucht wurde, Entlastung von politischer Täterschaft zu betreiben. Auch wenn dieses Vorhaben letztlich scheiterte, kann die Bielefelder Auseinandersetzung dennoch als Präzidenzfall für die zunehmende Definitionsmacht finanzkräftiger Sponsoren auf den Kunstbetrieb und deren Folgen gedeutet werden.
Silke Wenks Beitrag untersucht den Stellenwert von Weiblichkeitsrepräsentationen für die Versinnbildlichung nationalstaatlicher Gemeinschaft und Identität. Bilder allegorisierter Weiblichkeit, so die Autorin, vertreten den Mythos zeitloser Natur, der allein die Ordnung des modernen Staatswesens legitimieren und ihr Kontinuität zusichern könne. Wenk macht auf die Überschneidungen "zwischen den als Politik und den als Kultur markierten und voneinander abgegrenzten Feldern" aufmerksam; aus dieser Gemengelage ergeben sich für sie die Perspektiven, aber auch die Schwierigkeiten kulturwissenschaftlicher Dekonstruktion heterosexueller Muster.

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Juni 1999
Heft 27 - Klick = großes Bild
Redaktion
Christiane Keim
Infoteil
Maren Lübbke
Edition
Edition Nr.: 15